1999 Emscher Park

Die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA Emscher Park) war ein auf zehn Jahre angelegtes Zukunftsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zur Bewältigung der Strukturkrise im nördlichen Ruhrgebiet. Rund 120 Einzelprojekte befassten sich zwischen 1989 und 1999 mit dem ökologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umbau der Krisenregion entlang des Flusses Emscher und gingen mit Arbeitsfeldern wie „Arbeiten im Park“ weit über rein städtebauliche Themen hinaus. Zentrales Element war die Entwicklung des Emscher Landschaftsparks, der sich rund 75 Kilometer durch die Region zieht und vorindustrielle Kulturlandschaften mit auf Brachen gewachsener „Industrienatur“ verbindet.

Die Ideen und Projekte der IBA Emscher Park haben wesentlich zum Wandel der Altindustrieregion beigetragen und weltweit beachtete Impulse gesetzt. Sie hat dem Ruhrgebiet zu neuem Selbstbewusstsein verholfen und ihr gebautes Erbe ist deutlich sichtbar, etwa durch Industriegelände, die zu Orten der Naherholung und Kultur wurden wie der Landschaftspark Duisburg-Nord oder das UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Eine der wichtigsten Innovationen der IBA Emscher Park war der Wiederaufbau von Landschaft, ohne die Zeugnisse einer in dieser Dimension einmaligen Epoche der Industriekultur zu beseitigen.

www.iba.nrw.de