2010 Fürst-Pückler-Land

Im Mittelpunkt der IBA Fürst-Pückler-Land standen die Mondlandschaften, die der Braunkohle-Tagebau in der Niederlausitz hinterlassen hatten. In den Jahren 2000 bis 2010 setzte die nach dem Schöpfer des größten englischen Landschaftsparks in Zentraleuropa benannte IBA in 30 Einzelprojekten wirtschaftliche, künstlerische und ökologische Impulse in der Industrielandschaft rund um Cottbus.

Ähnlich wie ihre Vorläuferin, die IBA Emscher Park, suchte auch die IBA Fürst-Pückler-Land nach neuen Nutzungen für nicht mehr benötigte Industrieflächen und -anlagen: Mit der Flutung von Tagebaugruben entstand Europas größte künstliche Seenlandschaft, eine riesige Förderbrücke – der „Liegende Eiffelturm der Lausitz“ – wurde für Besucher geöffnet, ebenso wie Europas ältestes Braunkohlekraftwerk oder die 24 „Biotürme“ – markante und unter Denkmalschutz gestellte Bunkertürme einer Braunkohle-Kokerei. Hunderte Kilometer Rad- und Skaterwege verbinden die IBA-Projekte miteinander. Neben der touristischen Erschließung und der Reparatur von Landschaft wurden zudem mit Konzepten wie den „Schwimmenden Häuser“ neue Bau- und Wohnformen erprobt.

www.iba-see2010.de