27.05.2017

HfWU-Hochschulforum: IBA 2027 StadtRegion Stuttgart

Auftakt zu einer IBA-Veranstaltungsreihe der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU)

Mitte Mai hat die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) ein zweitägiges IBA-Hochschulforum in Nürtingen organisiert. Gäste aus dem In- und Ausland und Professoren der HfWU zeigten, welche fachliche Kompetenz die Hochschule selbst und mit ihren Partnern in die zehnjährigen Planungen einbringen kann.

Der Projektleiter zum Thema IBA innerhalb der Hochschule, Professor Dr. Willfried Nobel, fasste die Themen für die Internationale Bauausstellung zusammen, die gleichzeitig die Herausforderungen der Gegenwart seien: Smarte Quartiere, Digitalisierung, Energiewende, Mobilität – und vor allem: „Es geht um nicht weniger als darum, dass wir heute entscheiden, wie wir in Zukunft leben, wohnen und arbeiten“.

Mit dieser Agenda erntete er Lob des baden-württembergischen Umweltministers Franz Untersteller – selbst Absolvent der HfWU: „Die HfWU leistet mit dem Hochschulforum einen wichtigen, tollen Beitrag zu den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg.“ Nürtingens Oberbürgermeister Otmar Heirich betonte, die IBA sei ein Prozess, der der Region Stuttgart über die nächsten zehn Jahre einen ungeheuren Schub bringen könne. Die HfWU sei prädestiniert dafür, sich von Anfang an einzubringen. Holger Haas von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) sagte, die IBA sei eine Chance, die Region neu aufzustellen: „Wir müssen uns auf das Wagnis IBA einlassen.“

Professor Dr. Christian Arndt stellte das Innovations- und Methodenlabor „MLab“ der HfWU vor. Als Ort des Dialogs und des Transfers werden an dieser Hochschuleinrichtung interdisziplinäre Projekte gestartet, über einhundert seit der Gründung im Jahr 2016. „Der IBA-Prozess kann von dieser Einrichtung enorm profitieren“, so Arndt. Als Gäste arbeiten dort derzeit Jeanne und Albrecht Enders, Professoren der amerikanischen Portland University und Experten im „Design thinking“. Auch sie können sich vorstellen, ihre Expertise im weiteren IBA-Prozess einzubringen.

Auch bei der IBA Basel wurden diverse Hochschulen zu einem sehr frühen Zeitpunkt eingebunden, wie Dirk Lohaus, Projektleiter der IBA Basel, berichtete. Es gebe allerdings, so Lohaus, auch Grenzen. Das Kerngeschäft von Hochschulen sei Lehre und Forschung. Das sei für die IBA-Organisatoren anders, dieser mögliche Konflikt müsse im Vorfeld gelöst werden.

Thematisch deckte das Hochschulforum nahezu alle Bereiche ab, die die Region Stuttgart derzeit beschäftigen. HfWU-Professor Dr. Ruther-Mehlis etwa mahnte, die Innenentwicklung der Kommune zu stärken, anstatt immer mehr in die Fläche zu planen. Barbara Brakenhoff zeigte mit der Heilbronner Bundesgartenschau, dass dabei „urbanes Grün“ ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Infrastruktur sein müsse. Zuletzt widmete sich Roberto De Tommasi, Projektleiter für Mobilitätsmanagement aus Zürich, den Mobilitätsfragen der Kommunen mit Carsharing-Konzepten und dem Ausbau der Fahrradinfrastruktur.

Weitere Informationen:
hfwu.de/iba