20.07.2017

IBA-Gesellschaft als Dachorganisation wird gegründet

Landeshauptstadt Stuttgart wird Gesellschafter

Um Vorbereitung und Durchführung der IBA 2027 soll sich die „Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart GmbH“ kümmern. Der Beteiligung der Landeshauptstadt an der neuen Gesellschaft mit 45 % hat der Stuttgarter Gemeinderat nun mit breiter Mehrheit zugestimmt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „100 Jahre nach der Weißenhofsiedlung wollen wir in Stuttgart und der Region wieder zeigen, wie intelligentes Bauen funktioniert. Gelungene Architektur ist auch immer ein Beitrag zu den Herausforderungen unserer Zeit. Von der IBA erhoffe ich mir für Stuttgart und die Region eine Antwort darauf, wie soziale Durchmischung durch gute Architektur gelebt werden kann.“

Neben der Stadt sind vertreten der Verband Region Stuttgart (25,1%) und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (19,9%). Hinzu kommen zusätzlich die Architektenkammer Baden-Württemberg (5%) und die Universität Stuttgart (5%). Das Land Baden-Württemberg, bisher kein Gesellschafter der GmbH, hat in mehreren Gesprächen eine finanzielle Förderung in Aussicht gestellt. Hierüber entscheidet der Landtag bei der Aufstellung bzw. Verabschiedung des Doppelhaushalts 2018/2019.

Als Gründungsgeschäftsführer ist Holger Haas vorgesehen, der aktuell Leiter im Bereich Standortentwicklung bei der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart ist. Damit die Gesellschaft ihre laufenden Ausgaben bestreiten kann, leistet die Stadt 2017 einen Finanzbeitrag von rd. 140.000 Euro, entsprechend ihrem Anteil an der Gesellschaft von 45%. Ab 2018 steigen diese Zahlungen auf jährlich 800.000 Euro.

Weitere Kommunen beteiligen sich in der „Aktionsebene“. Diese besteht aus einem eigenen kommunalen Beirat sowie verschiedenen Fachbeiräten. Geplant ist zudem ein Kuratorium, das die inhaltliche Begleitung der IBA verantwortet. Seine Mitglieder erarbeiten gemeinsam Kriterien für IBA-Projekte. Sie sollen die thematische Breite und Vielfalt der IBA abdecken. So sollen Mitglieder aus Architektur, Stadt- und Regionalplanung, Technologie, Ingenieurskunst, Landschaftsplanung, Soziologie und Kultur sowie nationale und internationale Persönlichkeiten ausgewählt werden.

Seit mehr als einem Jahrhundert dient die Internationale Bauausstellung in Deutschland der Stadtplanung und dem Städtebau. Innerhalb eines mehrjährigen Projektzeitraums werden innerhalb einer IBA zukunftsweisende und nachhaltige Lösungen, Modellprojekte und technische Innovationen in der Architektur gesucht und entwickelt. Sie werden abschließend ausgestellt und präsentiert. Die erste Internationale Bauausstellung fand 1901 in Darmstadt statt.