Grundlagen-Workshop
19. April

Für den Erfolg eines Großprojekts wie der IBA 2027 Region Stuttgart braucht es inhaltliche und organisatorische Grundlagen. Mitte April hat sich eine Expertenrunde aus Wirtschaft, Politik, Architektur und Bauwesen, Kultur und Wissenschaft dieser Herausforderung gestellt und in einem Workshop im Stuttgarter Haus der Architekten die Basis für den darauffolgenden IBA-Plattformprozess entwickelt.

„Wir müssen Modellprojekte schaffen“, so Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verband Region Stuttgart. Es müsse dauerhaft bezahlbarer Wohnraum entstehen und neue Innovationszentren für die Industrie, öffentlicher Raum müsse besser genutzt und flexibler gebaut werden und Stuttgart und die Region zu einem klimafreundlichen Arbeits- und Lebensraum werden.

Martina Baum vom Städtebau-Institut der Universität Stuttgart stellte fest: „Die IBA hat die Chance, ein Test- und Experimentierfeld zu sein und daraus wertvolle Erkenntnisse für den Alltag zu gewinnen.“ Die Identität der Region solle gestärkt und die Landschaft als Infrastruktur sichtbarer gemacht werden, so ein weiteres Ergebnis. Es gelte, den Spagat zu schaffen zwischen der sinnvollen Verwendung von ungenutzten Flächen und gleichzeitig Freiräume zu entwicklen für neue kreative Ideen.

Die Experten waren sich einig, dass es für den Erfolg eine unabhängige und finanziell gut ausgestattete IBA-Gesellschaft brauche, die enge Kooperation zwischen Kommunen, Kreisen, Region, Wirtschaft und Wissenschaft sowie eine intensive Bürgerbeteiligung. Verwaltungen könnten prioritär Grundstücke an IBA-Projekte vergeben. IBA-Projekte sollten international ausgeschrieben werden, zudem ließen sich internationale Feedback-Strukturen aufbauen.

Moderiert wurde der Workshop von Markus Müller, Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg, der die zentralen Ergebnisse in der Auftaktveranstaltung am 29. April präsentierte.

Zum Workshop haben sich die Stuttgarter Illustratoren Anna Ruza und Peter Kosock mit dem Thema IBA 2027 Region Stuttgart auf ihre eigene Art auseinandergesetzt; das Ergebnis sehen Sie im Video.