Workshop "Industrie- und Gewerbebau"
30. Juli

Urbane Produktion, Industrie 4.0, die Ultraeffizienzfabrik, Co-working Spaces und Shared Production waren Themen, mit denen sich der IBA-Workshop „Industrie- und Gewerbebau“ Ende Juli auseinandersetzte. Die kleine Runde mit hochrangigen Vertretern großer Unternehmen und aus der Wissenschaft diskutierte über eine Neuinszenierung der Arbeitswelt in der digitalen und globalisierten Wirtschaft.

WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg betonte, wie wichtig es sei, in einer Welt des rasanten digitalen Wandels frühzeitig an die Zukunft zu denken. Die Workshop-Teilnehmer wünschten sich vor allem mehr Akzeptanz und Wertschätzung der Industrie in der Region, schnellere Planungsprozesse, die Integration von Fabriken ins städtische Umfeld und die bessere räumliche Vernetzung der Bereiche Arbeiten und Leben.

Deutlich weniger „Blue Collar“-Arbeitsplätze werde es künftig geben, altersgerechte Arbeitsplätze müssten eingerichtet und flexible Arbeitszeitmodelle angeboten werden; dafür brauche es auch die baulichen Voraussetzungen. Ein offener Entwicklungscampus, so wie beispielsweise von Bosch und Daimler bereits verwirklicht, werde immer wichtiger, um Industrie, Forschung und Lehre zusammenzubringen.

Da Innovationszyklen immer kürzer würden, müssten Gebäude für Unternehmen noch flexibler und freie Flächen schneller weitervermittelt werden. Außerdem müsse die Ressourcen- und Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe weiter verbessert werden. Dafür könne eine IBA neue Projekte anstoßen, zum Beispiel klimaneutrale und ressourceneffiziente Gewerbegebiete. Eine solche Bauausstellung biete die Chance, die Umweltverträglichkeit von Industriebetrieben im städtischen Umfeld modellhaft aufzuzeigen.